Auf ins Umland

Am zweiten Tag in Saigon ging es früh Morgens mit einer gebuchten Tour zu den etwa 70 km entfernten Cao Ðài Tempeln und den Cu Chi Tunneln weiter außerhalb der Stadt.

Cao Ðài ist eine Religion, die ihren Ursprung in dieser Region Vietnams hat und einzigartig ist. Sie hat Einflüsse aus sämtlichen Weltreligionen also so eine Art „Best of Religion“. Wir haben eine der 4 täglichen Gebetsstunden in dem wohl größten Tempel dieser Religion besucht. Für meinen Geschmack hat mir etwas die Spiritualität gefehlt, die ich z.B. spüre wenn ich einen buddhistischen Tempel betrete.

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Cao Dai Tempel
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Gebetsstunde der Coa Dai
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Betender CoaDaist
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CoaDaist vertieft im Gebet

Die Cu Chi Tunnel – von den Vietcong gebaut und genutzt – waren wahrscheinlich ein Grund warum die Amerikaner den Krieg verloren haben. Ein weitverstricktes Tunnelsystem überall im Land das der Gegner nicht im Ansatz in seiner Komplexität verstanden hat. Vor allem aber im Süden und in Zentral-Vietnam findet man diese Tunnel. Sie waren Versteck und Wohnraum der Vietcong zugleich und gaben ihnen die Chance immer aus dem Hinterhalt heraus anzugreifen.

Der ganze Dschungel war unterhöhlt von diesen kleinen Tunneln und überall warteten
clevere Fallen auf den Feind. Highlight dieser Tour war jedoch ganz klar das Durchqueren eines solchen Tunnels. Etwa 100 m lang war die Strecke, ging über 2 Etagen und hatte alle 20 m einen „Notausgang“ für die Besucher, die es nicht durchhalten. Um ehrlich zu sein war ich auch kurz davor vorzeitig abzubrechen. Die Tunnel sind so eng, dass man nur Kriechen bzw. sich stark kutzend bewegen kann. Die originalen Tunnel waren etwa 80 cm hoch und 60 cm breit, für die Touristen jedoch wurde der Tunnel etwas geweitet. Ein Überholen ist also dennoch nicht möglich. Es ist wahnsinnig stickig dort drin, streckenweise gibt es kein Licht und selbst wenn es Licht gibt kann man an diesen Stellen nicht wirklich viel sehen. Ich hab es dann aber doch durchgezogen und kam zusammen mit 3 anderen der Gruppe am Ende des Tunnels wieder ans Tageslicht. Die anderen 21 haben vorzeitig aufgegeben. Das Ergebnis des Ganzen war ein komplett von oben bis unten verschwitzter Stefan und selbst draußen angekommen wurde es durch die hohe Luftfeuchtigkeit nicht viel besser. Wahnsinn, wie die Menschen es über Jahre in den Tunneln ausgehalten haben.

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Für Angst vor engen Räumen ist hier kein Platz
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Ich passe gerade so durch die Tunnelöffnung

Den darauf folgenden Tag habe ich dann lediglich mit etwas Sightseeing und mit Bloggen im Coffeeshop verbracht. Ich musste eigentlich nur die Zeit bis zum Abend totschlagen, denn dann fuhr mein Nachtbus nach Nha Trang. Ja ganz recht… Nachtbus.

Trotz der vielen negativen Erfahrungen, die ich gehört habe und obwohl ich nie mit einem fahren wollte, habe ich mich aus Kostengründen diesmal dann doch dafür entschieden.

Stefan

seit über 10 Jahren Fotograf und seit 2009 offiziell reisesüchtig und permanent von Fernweh geplagt, bin ich immer wieder auf der Suche nach neuen Abenteuern in der großen weiten Welt. Auf meinem Blog möchte ich dir alle meine Tipps zum Thema Reisen und Fotografie verraten und dafür sorgen, dass du perfekt gerüstet in dein nächstes Abenteuer startest!Hier erfährst du mehr Über mich

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