Ice, Ice – Baby

Ohne es zu ahnen, sind wir in der vorangegangen Nacht bereits an einer der Touristenattraktionen Islands vorbeigefahren – dies wird uns erst bewusst als wir die Stelle am nächsten Morgen wiedererkennen, denn auch wir wollen das “kleine Stück Grönland” innerhalb Islands bestaunen. Südlich des riesigen Gletschers, dem 8000km² großen Vatnajökull, liegt der See Jökulsárlón – hier treiben zahlreiche Eisberge auf dem Wasser.

Wir dürfen ein grandioses Farbenspiel bewundern, jeder Eisberg glitzert in einer anderen Farbe, sobald die Sonne hinter den Wolken auftaucht – hier zeigt sich die Natur Islands wieder einmal beeindruckend schön.

Ein paar Meter weiter beginnt der schwarze Basaltstrand – je nach Strömung und Gezeiten werden hier kleine und große Eisblöcke angespült. Faszinierend zu was die Natur fähig ist, denn aus nächster Nähe betrachtet ist das Farbenspiel noch vielfältiger und die Formen noch bizarrer.

Langzeitbelichtung am Jökursarlon
Langzeitbelichtung des Jökursarlons
Regenbogen über dem Jökursarlon
Regenbogen über dem Jökursarlon
Selfie vor einem Eisblock
Eiszeit: Selfie-Session vor beeindruckender Kulisse
Eisberg im Sonnenlicht
Schillerndes Farbspiel im Sonnenlicht
Langzeitbelichtung am Basaltstrand
Langzeitbelichtung am Basaltstrand

Als wäre das nicht schon Eis genug für diesen Tag, machen wir auf dem Weg zu unserer nächsten Unterkunft einen spontanen Abstecher von der Ringstraße auf die F985. Ohne zu wissen, wohin uns der Weg führt, folgen wir der erstaunlich guten Schotterpiste. Diese führt uns in Serpentinen steil bergauf – innerhalb weniger Kilometer bringen wir so ca. 500 Höhenmeter hinter uns und haben einen fantastischen Blick über die Landschaft. Als wäre das alles nicht schon genug, biegen wir um die nächste Kurve und plötzlich liegt er vor uns – der Vatnajökull. Kaum aus dem Auto ausgestiegen, ändert sich das Wetter auf einen Schlag und vor uns sehen wir statt Eis nur noch dichte Wolken. Heftiger Regen setzt ein und wir müssen fast eine halbe Stunde warten bis sich das Wetter ändert und den Blick auf den beeindruckenden Gletscher wieder freigibt. Noch nie haben wir sowas gesehen – Wahnsinn!!!

Vatnajökull auf Island
Blick auf den gigantischen Vatnajökull
Eisdecke des Vatjajökull
Gewaltige Eisdecke des Vatjajökull
Gletscherzunge des Vatnajökull
Gletscherzunge des Vatnajökull im Detail
Gletscherzunge des Vatnajökull
Naturgewalt zum Anfassen
Blick vom Vatnajökull ins Tal
Blick vom Vatnajökull ins Tal

Die Gletscherzungen reichen fast bis zur Straße und die Verlockung ist groß, sich den Gletscher aus nächster Nähe anzuschauen. Was auf den ersten Blick noch weiß oder grau wirkt, ist von der eingeschlossenen Vulkanasche in Wirklichkeit sogar schwarz. Kein Wunder, wenn man sich überlegt, dass es unter dieser teilweise bis zu 1000m dicken Eisschicht noch zahlreiche aktive Vulkanzentren gibt.

Nach soviel Eis an einem Tag, beschließen wir uns nun wirklich auf den Weg zu unserem Hotel in der Nähe von Höfn zu machen.

Am nächsten Tag ist das Vestrahorn ganz in der Nähe von Höfn unser Ziel, das erste Mal, dass wir hier auf Island Eintritt bezahlen müssen – und das für einen Berg.
Inklusive ist eine Filmkulisse eines Vikingerdorfs, eine NATO Radarstation sowie der schwarze Sandstrand.
Immerhin beträgt der Eintritt umgerechnet nur 6€, den wir in einem kleinen Café bezahlen müssen – relativ günstig, wenn man bedenkt, dass eine Tasse Kaffee im gleichen Café hier 5,40€ kosten soll!

Langzeitbelichtung am Vestrahorn
Langzeitbelichtung am Vestrahorn
Langzeitbelichtung am Vestrahorn
Vestrahorn im Sonnenlicht

Nachdem wir alles erkundet haben, fahren wir wieder zurück ins Hotel – schließlich sagt der Aurora Forecast für diese Nacht eine hohe Wahrscheinlichkeit voraus und wir wollen während unseres Aufenthalts unbedingt wenigstens einmal Nordlichter sehen.

Mitten in der Nacht gegen 1 Uhr machen wir uns also auf den Weg, mit bloßem Auge sind die Nordlichter in dieser Nacht nur schwer wahrzunehmen, denn leider ist der Himmel nicht ganz wolkenlos – die Langzeitbelichtung der Kamera fängt jedoch das grün der Nordlichter ein. Leider nur sehr verwaschen und diffus. Naja noch haben wir einige Nächte vor uns – vielleicht haben wir ja Glück.

Am nächsten Tag haben wir eine weite Reise vor uns, vom Südosten fahren wir an einem Tag in den Norden – ca. 350 km. Klingt erstmal nicht viel, mit Tempo 90 dauert es aber doch ein wenig länger als auf deutschen Autobahnen. Es stürmt und regnet heftig, also ein guter Tag um Strecke zu machen. Was uns da noch nicht bewusst ist, leider ist die Ringstraße nur bis Höfn so gut ausgebaut – denn die Masse der Touristen fährt von Reykjavik meist nur bis Höfn und wieder zurück – im Osten verwandelt sich die Ringstraße auch schon einmal in eine Schotterpiste mit zahlreichen Schlaglöchern. Auf halber Strecke treffen wir an einer Tankstelle in Egilsstaðir auf Heidi, Bernd, Kathrin und Heidi, heute ist der Tag ihrer Abreise – fast 4 Tage braucht die Fähre bis nach Dänemark – und so können wir ihnen noch einmal eine gute Heimreise wünschen.

Blick in die Weite Islands
Blick auf die unendliche Weite Islands

Wir fahren weiter Richtung Norden, eine Unterkunft haben wir für diese Nacht nicht gebucht – ganz sicher sind wir uns auch noch nicht, ob wir einen Abstecher zum Askja Krater ins Hochland machen sollen oder ob wir uns als nächstes den mächtigen Wasserfall Dettifoss anschauen werden. Das Wetter am nächsten Morgen soll entscheiden.

Fürs Erste verbringen wir die Nacht irgendwo in der Pampa im Auto, da der heftige Regen und stürmische Wind es einfach nicht zulassen unser Zelt aufzubauen.

Stefan

seit über 10 Jahren Fotograf und seit 2009 offiziell reisesüchtig und permanent von Fernweh geplagt, bin ich immer wieder auf der Suche nach neuen Abenteuern in der großen weiten Welt. Auf meinem Blog möchte ich dir alle meine Tipps zum Thema Reisen und Fotografie verraten und dafür sorgen, dass du perfekt gerüstet in dein nächstes Abenteuer startest!Hier erfährst du mehr Über mich

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