Korat – das Tor zum Norden (für uns zum Süden)

Nach einigen Wochen im Norden und Nord-Osten hat uns der Süden nun endlich wieder. Ich kann entgegen vieler Einheimischer nicht behaupten, dass es im Norden „kühl“ war, aber ich denke wir und der gemeine Thailänder haben einfach auch ein unterschiedliches Empfinden, was Temperaturen betrifft. In Korat (eigentlich Nakhon Ratchasima, aber das ist wohl selbst den Thais zu kompliziert) machen wir zum einen Halt, weil wir wie üblich der Meinung sind, dass sechs Stunden Bus fahren am Stück völlig ausreicht und zum anderen weil wir die Tempelanlage in Phimai besuchen wollen. Diesmal geht es allerdings mit dem Bus zur etwa 60km entfernten Tempelanlage.

Aus welchem Grund auch immer will man nicht, dass wir dorthin ein Moped mieten. Die Chefin des Hotels rät uns schon, dorthin auf keinen Fall mit dem Moped zu fahren, da es zu gefährlich sei und die Dame beim Mopedverleih will uns kein kleines Moped geben, da sie der Meinung ist, es sei zu klein für zwei und wir könnten damit nicht die 60km nach Phimai fahren. Ich versuche ihr begreiflich zu machen, dass wir so schon 175km zu zweit zurückgelegt hatten, aber sie lehnt ab. Wie dem auch sei, dann wird es eben der Bus. In Summe haben wir damit eine ganze Menge Geld gespart, denn die Mopeds sind hier im Vergleich zu überall anders in Thailand recht teuer zu mieten.

In Phimai angekommen, laufen wir fälschlicherweise erst einmal um die gesamte Tempelanlage, da wir den Eingang auf der Nordseite vermuten (in diesem Fall ganz klar Tinas Schuld), dabei fällt uns erstmal auf wie klein die Anlage doch ist, denn sie lässt sich innerhalb einer halben Stunde umlaufen. Am Eingang wieder der Klassiker der asiatischen Eintrittspreispolitik: der Tourist zahlt das zehnfache des Thaipreises. Gesagt gezahlt, was tut man nicht alles, man ist schließlich nur ein mal hier. Innerhalb der Tempelmauern sind gerade Handwerker dabei eine Bühne und viele Zuschauertribünen aufzubauen für eine große Sause, die Anfang November dort stattfinden soll, aber die Aufbauarbeiten stören nicht sonderlich beim Besuch der Tempelanlage. Da alles so überschaubar klein ist und schnell zu erlaufen, sind wir auch rechtzeitig wieder draußen, besuchen noch den lokalen Markt und machen uns dann wieder auf den Weg nach Korat.

Phimai-Thailand
Tempelanlage in Phimai
Fenster-Phimai-Thailand
Blick nach draußen
Buddhafigur-Thailand-2
Buddhafigur im Licht der Sonne
Buddha-Phimai-Thailand
Buddhafigur aus einer anderen Perspektive
Buddha-Thailand
Buddha im Detail
Portrait-Gegenlicht-Thailand
Portrait mit Gegenlicht
Phimai-Thailand-2
Tempelanlage in Phimai
Bushaltestelle-Thailand
Warten auf den Bus

Abends folgt dann wieder der Klassiker der letzten Tage. Die meisten der im Reiseführer empfohlenen Lokale existieren schon längst nicht mehr – ausgerechnet dann, wenn wir mal keine Lust auf Thai Essen haben. Denn sonst hätte man sich auch in eine der zahlreichen Garküchen am Straßenrand begeben können, auch wenn da natürlich die Verständigung nicht ganz so einfach ist. Wir landen schließlich in einem Restaurant, das von einem Schweizer geführt wird und DIE Adresse der Stadt sein soll. Nach mindestens einer halben Stunde zu Fuß kommen wir dann endlich an. Vor dem Restaurant steht ein matt-schwarzes BMW Z4 Cabrio, (man sieht übrigens so gut wie nie Cabrios in Thailand, ist wohl einfach zu heiß hier) – ein erster Moment, in dem wir uns nicht sicher sind, ob wir dort wirklich rein gehen sollen. Im Außenbereich sitzen zwei thailändische Männer, die verdächtig so aussehen als würden sie ihr Geld nicht auf legale Weise verdienen (im Laufe des Abends stelle sich übrigens heraus, dass der BMW den beiden gehörte – wie passend) und drinnen sitzt eine große Gruppe Chinesen mit einem unglaublich dicken Europäer an einem großen Tisch mit so vielen Tellern, dass wirklich jeder Platz auf dem Tisch ausgenutzt werden musste. Offensichtlich waren sie schon fertig mit dem Essen, aber auf so ziemlich jedem Teller lag noch genügend schweizerisch-deftiges Essen um das komplette restliche Lokal samt Bedienung satt zu kriegen. Die Gruppe ist gut am Bechern und schon an der zweiten Flasche Jim Beam Whisky, die Bedienung kommt kaum hinterher mit dem Nachschenken. An den restlichen Tischen sitzen Weiße ALLEN Alters mit einer oder sogar mehreren Thai-Frauen. Klar wird die Klischee-Schublade jetzt wieder ganz weit raus gezogen und vielleicht tu ich dem ein oder anderen damit sogar Unrecht, aber in der Regel ist ja klar was hier läuft… Das Essen – es gibt Pizza – ist gut, wenn auch etwas eigenwillig gewürzt und mit extra viel Knoblauch abgeschmeckt, aber so richtig wohl fühlen wir uns dort nicht. Fazit: Das nächste Mal wieder gut bürgerliche, einfache Thai Küche!

Stefan

seit über 10 Jahren Fotograf und seit 2009 offiziell reisesüchtig und permanent von Fernweh geplagt, bin ich immer wieder auf der Suche nach neuen Abenteuern in der großen weiten Welt. Auf meinem Blog möchte ich dir alle meine Tipps zum Thema Reisen und Fotografie verraten und dafür sorgen, dass du perfekt gerüstet in dein nächstes Abenteuer startest!Hier erfährst du mehr Über mich

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