Zwischenstop HCMC

Bevor es weiter geht ins Mekong-Delta habe ich noch eine Nacht in Ho-Chi-Minh City verbracht. Zum einen tat mit der halbe Tag Pause ganz gut und zum anderen wollte ich eh noch ein paar Nachtbilder machen.

Da ich erst um 18 Uhr abends an kam und es hier auch schon ab 17:30 dunkel wird, musste ich also gar nicht lange warten eh ich losziehen konnte. Ich habe mich hier nochmal mit Giangs Cousine Tai getroffen, die mit mir losziehen wollte. Zu zweit macht es sich abends in der Stadt wohl besser meinte sie. Ich bin der Meinung die Stadt hat bezüglich Kriminalität einen schlechteren Ruf weg als sie haben muss. Ich habe mich hier noch nie unsicher gefühlt und das hat sich auch nach dieser Nacht, mit Stativ und Kamera unterwegs, nicht geändert.

Nachdem wir eine Weile unterwegs waren und ich die Stadt natürlich auch gern mal von oben fotografiert hätte, führte mich Tai auf ein Hoteldach, von dem man einen tollen Blick haben soll. So weit so gut, nur hatte dieses Hotel vielleicht 5 Stockwerke und war alles andere als hoch. Ich wollte noch höher hinaus und sie sagte mir man könnte auf das höchste Gebäude der Stadt, ein Bank-Tower (der Große auf dem Bild), aber es würde 20 Dollar pro Person kosten und man kann nur von innen raus fotografieren. Aber genau dieses Hochhaus wollte ich ja eh auf dem Bild haben und außerdem fand ich 20 Dollar ziemlich heftig für vietnamesische Verhältnisse.

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Unterwegs im nächtlichen Ho Chi Minh City

Ich zeigte ihr dann ein etwas weiter entferntes Hochhaus, von dem man wie ich fand
einen super Blick über die Stadt haben würde und wir machten uns auf den Weg. Natürlich war das Haus leider kein Hotel, sodass wir eine Chance gehabt hätten hinauf zu können. Nein, es war natürlich ein Bürogebäude und gegen 21 Uhr nur noch von Wachmännern bewacht. Ich wollte die Chance nicht ungenutzt lassen und bat Tai mal mit den Jungs zu reden. Wo ein Weg ist ist auch ein Wille. Sie fragte höflich doch hörte ich den Wachmann gleich No, No, NO… sagen und mit dem Kopf schütteln und das mehrfach. Ich setzte dann aber auch noch mein blödestes Lächeln auf und Tai legte alle ihre Überzeugungskünste an den Tag und schließlich fuhr er mit uns in den 25 Stock, das Dach. Ich habe keine Ahnung was Tai ihm genau gesagt hat und wieso er plötzlich seine Meinung geändert hat, oder ob es an meinem blöden Grinsen gelegen hat.  Oben angekommen, hatten wir natürlich eine Wahnsinns-Rundumsicht. Ich ließ mir Zeit, drückte dem Wachmann dann etwas Geld in die Hand, bedankte mich und konnte schlussendlich zufrieden ins Hotel zurück kehren….wenn da nicht noch eine Sache zum Schluss gewesen wäre.

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Ho Chi Minh City bei Nacht
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Vitamin B zahlt sich aus

Tai hatte keinen zweiten Helm und wollte mich noch schnell am Hotel absetzen. Wenn auch viel ihr erlaubt ist, ohne Helm fahren, geht natürlich gar nicht hier und ich machte noch Witze, dass uns die Polizei noch anhält. Keine 3 Minuten später waren sie dann tatsächlich da, die freundlichen Polizisten. Der Spaß sollte mich erst eine Millionen Dong kosten – wahrscheinlich der Touri-Preis. Ich war echt sauer und brabbelte irgendwas auf Deutsch und Englisch vor mich hin. Scheinbar haben die
beiden dann Mitleid bekommen, denn am Ende kam ich mit der Mindeststrafe die auch Vietnamesen bezahlen bei weg – 200.000 Dong, also umgerechnet 8 Euro.

Stefan

seit über 10 Jahren Fotograf und seit 2009 offiziell reisesüchtig und permanent von Fernweh geplagt, bin ich immer wieder auf der Suche nach neuen Abenteuern in der großen weiten Welt. Auf meinem Blog möchte ich dir alle meine Tipps zum Thema Reisen und Fotografie verraten und dafür sorgen, dass du perfekt gerüstet in dein nächstes Abenteuer startest!Hier erfährst du mehr Über mich

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