Marrakesch ist einfach eine wunderschöne Stadt. So wie ich es mir immer vorgestellt habe – orientalisch, geheimnisvoll, voller Farben und Lebensfreude. Du wirst dich kaum satt sehen können.
Und doch – ich will ehrlich sein – bleibt nach unserem Besuch ein klitzekleines “aber”. Vielleicht weil die Stadt so ganz anders ist, als die Städte die wir bisher besucht haben – vielleicht aber auch weil Marrakesch voller Kontraste steckt.

Um es mit den Worten von Mahi Binebine, einem bedeutenden marokkanischen Autor und Maler, zu sagen: “Ja, so ist Marrakesch nun mal, mein Herz. Eine alte Hexe, deren Seele sich mit den Zeitläufen wandelt. Weltoffen und doch verschlossen, betörend und beängstigend zugleich. Eine Stadt wie diese gibt es kein zweites Mal”. Klingt nach einer versteckten Liebeserklärung, oder?

Also dann worauf wartest du noch – auf nach Marrakesch! Und damit du die Stadt hautnah erleben kannst, dir kein architektonisches Highlight entgeht und du immer weißt, wo du nach all dem Trubel ein wenig Ruhe tanken kannst, haben wir dir hier all unsere Marrakesch Highlights zusammengefasst.

Viel Spaß beim Lesen, Entdecken und vor allem beim Betrachten der eindrucksvollen Bilder dieser schönen, kontrastreichen Stadt!

Apropos Bilder – hierzu noch ein Tipp von mir: Die Einwohner Marrakeschs lassen sich in der Regel nur ungern fotografieren. Frage daher immer um Erlaubnis und sei darauf gefasst, dass deine Bitte auch einmal abgelehnt wird. In jedem Fall solltest du ein kleines Trinkgeld bereithalten.

Marrakesch hautnah erleben – meine Tipps

Der große Platz – Djemaa El Fna

Der Djemaa El Fna ist wohl das Wahrzeichen Marrakeschs und der berühmteste Platz Afrikas, der seit 2001 den Titel “immaterielles UNESCO Weltkulturerbe” trägt.

Hier kannst du den Puls der Stadt fühlen und erst einmal mit der Atmosphäre, die Marrakesch versprüht, warm werden.

Auch wir starten unsere Entdeckungstour am Djemaa El Fna, indem wir uns ein Restaurant mit Panoramaterrasse suchen, eine Tajine bestellen und den Blick über den Platz und seine Protagonisten schweifen lassen. Von oben lässt sich das bunte Treiben wunderbar und mit ein wenig Distanz beobachten. Wir entdecken Schlangenbeschwörer, fliegende Händler, Saftverkäufer, Affendresseure, Schuhputzer, Akrobaten, Wahrsager, Musiker und Affendresseure – die Tag für Tag auf dem Djemaa El Fna ihr Geld verdienen – vorrangig mit Touristen versteht sich. Hier kannst du stundenlang sitzen und immer wieder Neues entdecken – wie der Affendresseur zielstrebig auf ein älteres Paar zusteuert, den Affen auf der Schulter des Mannes absetzt und die Frau animiert ein Foto zu machen und die ungläubigen Blicke des Paares, als der Affendresseur ein üppiges Trinkgeld verlangt.

Gegen 16 Uhr rollen dann aus allen Richtungen die ersten Karren an und der Platz beginnt sich allmählich zu verwandeln. Dann werden auf einem farblich abgesetzten Areal allabendlich die Essensstände und Garküchen aufgebaut.

Touristen auf der Dachterrasse des Cafe Glacier bei Sonnenuntergang
Pünktlich zum Sonnenuntergang wird es eng, dann drängen sich die Touristen auf der Dachterrasse des Café Glacier

Einige Zeit später neigt sich die Sonne Richtung Horizont und plötzlich strömen die Touristen auf die Panoramaterrasse des “Café Glacier”. Eben saßen wir hier noch gemütlich bei einer Tasse Minztee und auf einmal sind überall Menschen, die sich dicht an uns zum Geländer drängen, um ein Foto der untergehenden Sonne zu schießen. 

Der Besitzer des Café Glacier hat sich diesen Andrang zu Nutze gemacht. Er verlangt zwar keinen Eintritt, dafür muss jeder Besucher ab ca. 17 Uhr ein Getränk kaufen, um auf die Terrasse zu dürfen. Da um diese Zeit bereits alle Tische besetzt sind und das Getränk meist im Stehen zu sich genommen werden muss, stehen verschiedene Softdrinks in einem Kühlschrank bereit, die direkt bezahlt werden – auf jeden Fall eine clevere Geschäftsidee.

Sonnenuntergang hinter der Koutoubis Moschee in Marrakesch
Blick auf die Koutoubia Moschee bei Sonnenuntergang

Frühes Kommen sichert also die besten Plätze und langweilig wird dir hier oben definitiv nicht, es gibt immer etwas zu sehen auf dem Djemaa El Fna. Der Platz erinnert mich irgendwie an ein riesiges Wimmelbild.

Nachdem du den Sonnenuntergang von einer hoffentlich nicht ganz so vollen Dachterrasse am Djemaa El Fna genossen hast, willst du vielleicht in einer der Garküche auf dem großen Platz zu Abend essen. Damit es bei dir nicht genauso unglücklich läuft wie bei uns, haben wir hier einige Tipps für dich vorbereitet.

Blick auf den Djemaa El Fna in Marrakesch bei Nacht
Blick auf die Garküchen auf dem Djemaa El Fna in der Dämmerung

Souks in der Medina 

Wenn du auf dem Djemaa El Fna den Puls der Stadt gefühlt hast, dann bist du bereit dich in die Souks zu wagen, denn hier schlägt das Herz Marrakeschs. Nimm dir viel Zeit, lass dich treiben – getreu dem Motto “Der Weg ist das Ziel” – und wir versprechen dir, du wirst aus dem Staunen kaum herauskommen. Hier gibt es einfach alles, was du dir nur vorstellen kannst.

Das Basarsystem der Souks erstreckt sich auf 200.000qm² und erscheint auf den ersten Blick wie ein unüberwindbares Labyrinth aus kleinen engen Gassen, in denen sich ein Shop an den nächsten reiht. Auf den zweiten, dritten oder auf den vierten Blick wird deutlich – es gibt ein System. 

Am besten startest du deine Tour in die Souks vom “Café de France” auf dem Djemaa El Fna”. Direkt gegenüber beginnt die Hauptgasse, die in die Souks hineinführt. Trau dich ruhig von der Hauptgasse in die kleinen Gässchen hinein und du wirst schnell feststellen, dass hier alles nach Themen aufgeteilt ist: Lebensmittel, Kleidung, Schuhe, Gewürze, Teppiche, Körbe, Lederwaren, Souvenirs, Handwerksarbeiten usw..

Und keine Angst, selbst wenn du dich verirrst, es gibt immer einen Weg nach draußen. Versuch am besten einfach weiterzulaufen, um wieder zurück auf eine der breiteren Hauptgassen zu kommen, von diesen gelangst du automatisch zum Djemaa El Fna oder zum nächsten Stadttor. In der Not kannst du auch die Shopbesitzer nach “La Place” – dem Djemaa El Fna – fragen. Wird dir anderweitig Hilfe angeboten, sieh dich vor. Entweder du musst für die Hilfe bezahlen oder landest in einem Shop eines nahen Verwandten oder Freundes.

Also dann worauf wartest du noch, stürz dich ins Abenteuer “Souks”.

Kleiner Tipp am Rande: Bleibst du vor einem Laden stehen und schaust dir eine Ware näher an, steckst du eigentlich schon mitten in der Preisverhandlung. Dann heißt es Handeln, das gehört in Marrakesch zum guten Ton. Wer handelt, sollte auch zugreifen, denn genau diesen Laden wiederzufinden, wird nicht ganz einfach werden – ist aber auch nicht unmöglich.

Gerberviertel – Quartier des Tanneurs

Einen größeren Kontrast als den des Gerberviertels zum Rest der Stadt hat Marrakesch wohl kaum zu bieten. In diesem Teil der Stadt erinnert rein gar nichts an 1001 Nacht – hier fühlst du dich ins Mittelalter zurückversetzt.

Seit dem 12. Jahrhundert ist das Gerberhandwerk an der Rue de Bab Debbagh nachgewiesen. Heute befinden sich noch 22 Gerbereien auf dem Areal, das wohl aufgrund der Nähe zum Fluss, zu den Souks und wegen der konstanten Windverhältnisse, die den Gestank von der Stadt wegtragen, ausgewählt wurde. Und tatsächlich hat man das Gefühl, dass sich hier seit Jahrhunderten nichts verändert hat.

Betrittst du als Tourist die Rue de Bab Debbagh wird es nicht lang dauern bis du angesprochen wirst, denn die Gerbereien liegen alle hinter verwitterten Toren und Mauern verborgen. Wer das Gerber- und Färberhandwerk hautnah erleben möchte, der benötigt einen Guide. Du musst dich demnach ansprechen lassen, um einen Blick hinter die Mauern werfen zu können. Bevor du mit dem Guide den Eingang betrittst, können wir dir nur ans Herz legen ein festes Honorar auszuhandeln. Ein Honorar von 20 bis 50DH ist legitim, alles andere ist Wucher. Lass dich bei der Verhandlung nicht auf Sprüche wie “Du kannst mir zahlen, was du willst.” ein – einigt euch auf eine konkrete Summe und was du sehen möchtest, so ersparst du dir hoffentlich lange Diskussionen, wenn es am Ende der Führung ums Bezahlen geht. Noch ein kleiner Tipp, am besten du hast den ausgehandelten Betrag schon passend in der Tasche. 

Zu Beginn unserer Führung bekommt jeder einen Bund frische Minze in die Hand gedrückt. Warum das so ist, wird kurz nach Betreten des Eingangs klar – ein Glück sind unsere Nasen einiges gewöhnt nach all den Marktbesuchen in Südostasien. Wir stehen in einem Hinterhof, vor uns zig Bottiche und Bassins. Aus einigen steigen Rauchschwaden auf, die nicht den Eindruck erwecken, gesundheitsfördernd zu sein. Unser Guide erklärt uns in einem rasanten Tempo die einzelnen Schritte. Zunächst werden die Häute mit Hilfe verschiedener Laugen eingeweicht. Dann versenkt man sie in Taubenkot, um das Leder geschmeidig zu machen. Im nächsten Bottich werden sie in einer anderen Lauge gebleicht und mit Gerbstoffen weiter verarbeitet. Er zeigt uns außerdem die Bassins, in denen die Häute bunt eingefärbt werden. Unglaublich zu sehen, welchen gesundheitsgefährdenden Knochenjob die Männer hier Tag für Tag für den Luxus anderer leisten – hier erinnert rein gar nichts an Luxus und stimmt nachdenklich.

Unsere Führung endet in einem Geschäft. Aus Höflichkeit schauen wir uns die Produkte an, kaufen aber nichts und verlassen das Geschäft wieder. Draußen wartet unser Guide auf uns und sein Honorar. Obwohl wir vorher ausgemacht hatten, dass wir ihm 50DH zahlen werden, besteht er nun auf ein höheres Honorar und verwickelt uns in eine Diskussion, die wir zum Glück beenden können, indem wir ihm zeigen, dass wir nicht mehr als die ausgemachten 50DH in der Tasche haben, ihm in die Hand drücken und gehen – vorbei an den Eselskarren, die die Häute aus den umliegenden Schlachthäusern ins Gerberviertel bringen.

Jüdisches Viertel – Mellah

Jüdischer Glauben im islamischen Marokko? Im einst größten jüdischen Viertel Marokkos leben nur noch rund 160 Juden. Heute wird das Viertel von Verfall und Armut geprägt. Hier zeigt sich Marrakesch noch einmal von seiner rauhen Seite, die man in meinen Augen auch einmal gesehen haben sollte.

Die Mellah liegt im Südosten der Medina – das Tor in die Mellah bildet ein kleiner überdachter Gewürzmarkt gegenüber des Eingangs zum Palais de la Bahia.

Architektonische Highlights – das musst du gesehen haben

Palais de la Bahia

Wenn du bis jetzt noch nicht das Gefühl hattest in 1001 Nacht angekommen zu sein, wird sich dieses Gefühl spätestens im Bahia Palast einstellen.

Hier bekommst du einen Einblick in die strenge Symmetrie maurischer Architektur, die besonderen Wert auf Details legt. Nichts scheint hier dem Zufall überlassen – selbst das Spiel aus Licht und Schatten scheint geplant. Dein Weg durch den Palast führt dich durch zahlreiche Zimmer, Hallen und Innenhöfe, die zwar nicht möbliert sind, jedoch umso schöner in ihrer Gestaltung der Wände, Decken und Bodenfliesen.

Übrigens im Palast wurde in den 60er Jahren der Oscar prämierte Film “Lawrence of Arabia” gedreht und 2001 schmiss der Rapper Puff Daddy hier eine riesige Luxusparty.

Der Eintritt kostet 70DH pro Person.

Palais El Badii

Viel geblieben ist nicht von der einst prächtigen Palastanlage, die 1594 fertig gestellt wurde. Nur noch Ruinen erinnern an vergangene Zeiten. Eins lässt sich jedoch erahnen, die Palastanlage muss riesig gewesen sein und das beeindruckt. Einen tollen Blick auf die gesamte Anlage hast du von der Dachterrasse aus – noch höher sitzen hier nur die Störche in ihren Nestern.

In den Katakomben und in einigen wenigen restaurierten Räumen finden sich zahlreiche Ausstellungen. Insbesondere solltest du dir die aufwendig restaurierte Gebetskanzel anschauen, die aus dem Jahre 1139 stammt und noch bis 1962 in der Koutoubia Moschee verwendet wurde. Sie stellt mit ihren über 1000 handgeschnitzte Ornamenten ein wahres Meisterwerk der Holzschnittskunst dar.

Der Eintritt für den El Badi Palast beläuft sich ebenfalls auf 70DH. 

Koutoubia Moschee

Für Nicht-Muslime bleibt nur der Blick von außen auf die Koutoubia Moschee, der allerdings ist beeindruckend genug. 

Das 77m hohe Minarett überragt die Dächer der Stadt und ist praktisch von fast überall sichtbar. Dagegen wirkt das Seitenschiff fast ein wenig klein geraten. Dies täuscht allerdings. In Wahrheit finden hier 25.000 Gläubige auf einmal Platz.

Natürlich lohnt sich nicht nur der Blick aus der Ferne auf die Koutoubia Moschee. Direkt nebenan befindet sich ein kleiner Park, der förmlich zu einem kleinen Päuschen vom Trubel der Stadt einlädt.

Medersa Ben Youssef

Obwohl wir die Koranschule Medersa Ben Youssef leider nicht besuchen konnten, da sie 2019 noch wegen Renovierungsarbeiten geschlossen war, landet sie trotzdem auf meiner Highlight Liste. 

Wer die Chance hat die Medersa Ben Youssef zu besichtigen, sollte diese auf jeden Fall wahrnehmen, denn hier wird dem Auge etwas geboten.

Wusstest du, dass der Koran jede konkret figürliche Abbildung verbietet? Aus diesem Grund hat sich in muslimischen Ländern eine abstrakte geometrische Formensprache entwickelt, die von Ornamenten und Kalligraphie geprägt wird. Und diese Kunst zeigt sich in der Medersa Ben Youssef in höchster Vollendung.

Ebenfalls hast du in der Koranschule als Nicht-Muslim die einmalige Möglichkeit einen Einblick in den islamischen Glauben und die sakralen Räumlichkeiten zu bekommen. 

Ich drücke dir die Daumen, dass die frisch renovierte Koranschule Medersa Ben Youssef 2020 wieder ihre Tore für Besucher öffnet.

Über den Dächern der Stadt – die schönsten Dachterrassen in Marrakesch

In den Gassen der Medina kannst du etliche Kilometer zurücklegen. Da darf die ein oder andere Pause mit einer Tasse frischem Minztee auf einer der vielen Dachterrassen Marrakeschs nicht fehlen.

Ich bin ganz ehrlich, in Marrakesch wimmelt es nur so vor Dachterrassen. In Riads, in Restaurants – fast überall führt eine Treppe hinauf auf’s Dach und gibt den Blick über die Dächer der Stadt frei. Daher fällt die Auswahl nicht ganz leicht. Hier findest du zwei der Dachterrassen, die uns besonders gut gefallen haben.

Maison de la Photographie

Riads und Restaurants haben Dachterrassen, warum also nicht auch Museen. Das Maison de la Photographie hat sogar eine wirklich schöne Dachterrasse. An heißen Tagen spendet dir das Blätterdach wohltuenden Schatten und der frisch gepresste Orangensaft verleiht neue Energie.

Warum es ausgerechnet diese Dachterrasse in unsere Highlights geschafft hat? Zum einen weil das Museum wirklich sehenswert ist und dir einen Einblick in die Geschichte Marokkos gibt, zum anderen weil wir mit dieser Dachterrasse eine tolle Erinnerung verbinden. Von hier oben haben wir das erste und einzige Mal das Atlasgebirge gesehen, das sich mit schneebedeckten Gipfeln eindrucksvoll aus dem sonst so flachen Wüstenstaat erhebt. Ich bin ehrlich, natürlich kannst du das Atlasgebirge von fast jeder der Panoramaterrassen Marrakeschs sehen, denn es liegt nur 50km vor den Toren der Stadt, dafür bedarf es aber einer klaren Sicht. Und diese klare Sicht hatte wir in den gesamten fünf Tagen nur an diesem einen Nachmittag auf der Dachterrasse des Maison de la Photographie.

Der Eintritt für das Museum und die zugehörige Dachterrasse beläuft sich auf 50DH. 

Blick über die Dächer Marrakeschs, im Hintergrund das Atlasgebirge
Eindrucksvoll erhebt sich das Atlasgebirge vor den Toren Marrakeschs

Shtatto

Dass wir eher zufällig über die wunderschöne Dachterrasse des Shtattos gestolpert sind, haben wir dir ja bereits in unserem ersten Artikel über Marrakesch erzählt. Und weil wir diese stylische, liebevoll gestaltete Terrasse so schön fanden, hat sie es auch in unsere Highlights geschafft. Hier musst du einfach auf ein Getränk oder einen Snack vorbei kommen, um die Seele ein wenig baumeln zu lassen.

Dachterrasse des Cafe Shtatto in Marrakesch
Zeit für eine Pause? Dann schau unbedingt auf der Dachterrasse des Shtatto vorbei!

Im Grünen – die schönsten Gärten in Marrakesch

Nicht nur auf den Dachterrassen Marrakeschs lässt es sich wunderbar entspannen, sondern auch in den wunderschönen Gärten der Stadt. Zwei dieser Gärten haben es auf unsere Highlight Liste geschafft und sollten auf jeden Fall auch zu deinen Must-Sees gehören.

Jardin Majorelle – ein Paradies der Farben

Der Jardin Majorelle ist wohl der berühmteste Garten Marrakeschs. Zum einen wegen seiner berühmten französischen Vorbesitzer, zum anderen wegen seiner einzigartigen Schönheit. Du wirst es hier lieben, ich tat es jedenfalls – dieses Zusammenspiel der Farben ist einfach unbeschreiblich schön.

Im Jahr 1924 kaufte der französische Maler Jacques Majorelle das Anwesen und ließ sein Atelier und den zugehörigen Garten errichten, der 1947 für die Allgemeinheit geöffnet wurde. Nach seinem Tod verwilderte das Anwesen, bis es 1980 vom französischen Modeschöpfer Yves Saint Laurent gekauft und wieder hergerichtet wurde.

Man kann von Glück sprechen, dass beide die Schönheit des Anwesens nicht für sich behalten, sondern mit der Öffentlichkeit geteilt haben. So bleibt heute immer noch die Möglichkeit, dieses Schmuckstück in seiner vollen Pracht zu bewundern. Natürlich lässt sich diese Gelegenheit kein Marrakesch-Tourist entgehen. Daher sind die Schlangen vor den Kassen meist sehr lang und man muss Schlange stehen, um sich vor den blauen Wänden fotografieren zu lassen, die von gelben Fenstern gesäumt werden und von den tausenden Rücken, die sich hier jeden Tag anlehnen, schon ganz speckig glänzen.

Unser Tipp, um den Massen zu entgehen: Wir waren erst sehr spät vor Ort – also eine Stunde bevor der Jardin Majorelle schließt und hatten Glück, zu dieser Zeit tummelten sich nicht mehr ganz so viele Menschen auf dem Anwesen. Die Zeit reicht locker aus, um sich den Garten anzuschauen und ein paar schöne Fotos zu machen.

Eingangs- und Kassenbereich des Jardin Majorelle in Marrakesch
So leer ist es nur nach Kassenschluss

Wem der Jardin Majorelle allein nicht reicht, kann ein Kombiticket kaufen und erhält Eintritt in das Musée Yves Saint Laurent und das Musée Berbere. In diesem Fall empfehlen wir dir, das Ticket am Musée Yves Saint Laurent zu kaufen, denn an den Kassen für den Jardin Majorelle stehen deutlich mehr Menschen an und so kannst du Wartezeit sparen.

Der Eintritt für den Jardin Majorelle allein kostet 70DH. Für ein Kombiticket zahlst du 180DH.

Ein weiterer Tipp am Rande: Der Jardin Majorelle liegt ca. zwei Kilometer vor den Toren der Medina in der Neustadt Marrakeschs. Nimm dir ein wenig Zeit und mach dich zu Fuß auf den Weg, so sparst du Geld für das Taxi und erkundest ganz nebenbei die Neustadt, die ein ganz anderes alltägliches Leben außerhalb der Medina widerspiegelt und somit einen weiteren Kontrast bildet.

Mein Geheimtipp: Le Jardin Secret – eine Ruheoase inmitten der Souks

Wer den Jardin Secret nicht gezielt sucht, wird vielleicht einfach daran vorbei laufen. Denn die grüne Oase der Ruhe verbirgt sich hinter dicken Mauern inmitten der Medina. Aber glaub mir, es lohnt sich definitiv, sich auf die Suche nach dem Jardin Secret zu machen, denn er ist wunderschön. 

Blick über den Le Jardin Secret in Marrakesch
Wundervoller Blick vom Aussichtsturm auf den idyllischen Le Jardin Secret

Das Gelände beherbergt zwei riesige Gärten – einen exotischen und einen islamischen Garten, in beiden spielt das Element Wasser eine zentrale Rolle. Ebenfalls befindet sich auf dem Gelände eine Aussichtsplattform, die einen beeindruckenden Blick auf die Anlage und die angrenzenden Souks freigibt.

Hier konnten wir abschalten und die Ruhe inmitten dem Trubel der Medina genießen. Nicht jeder Tourist scheint den Weg hierher zu finden, denn als wir da waren, waren nur eine handvoll Menschen im Garten.

Der Eintritt beläuft sich auf 60DH und wir können dir nur empfehlen auch ein Ticket für den Aussichtsturm für 35DH dazu zu kaufen.

Wie du siehst, hält Marrakesch einige Highlights für dich bereit und wir sind sicher auf deiner persönlichen Liste stehen auch noch einige andere Dinge. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Besuch im Hamam? 

Hast du noch mehr Ideen? Wir freuen uns über jeden Kommentar von dir und wünschen dir eine tolle Zeit in Marrakesch!


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Tina

seit 2014 mit dem Reisefieber infiziert und wenn ich mich nicht zusammen mit Stefan ins Abenteuer stürze, dann lebe und arbeite ich im quirligen Berlin. So oft es eben geht, versuche ich aber den Schreibtisch und den Berliner Betondschungel gegen ein Flugticket einzutauschen um die wundervolle Welt mit dem Rucksack auf eigenen Wegen zu erkunden. Hier erfährst du mehr Über mich und den Blog

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